Kaisergrab

Kaiser Lothar I.

 

Kaiser Lothar I. starb am 29. September des Jahre 855 als Mönch in der Abtei Prüm, nur sechs Tage, nachdem er als Mönch ins Kloster eingetreten war.

Er hegte zeitlebens ein enges Verhältnis zur Abtei und zählte einge derÄbte zu seinen Vertrauten.

Vor seinem Eintritt ins Kloster legte er seine Kaiserkrone im September 855 freiwillig nieder und teilte die Herrschaft des Mittelreiches auf seiner drei Söhne auf.

Ludwig II. erhielt Italien, Lothar II. Francia media mit der Residenz Aachen sowie die Nebenländer Friesland und Hochburgund und Karl die Provence und Südburgund. Lothar verzichtete vollkommen auf den Gedanken der kaiserlichen Einheit des Karolingereiches und sicherte so seine Herrschaftsgebiete durch die Aufteilung auf seine Söhne

vor den Ansprüchen seiner Brüder. Der gesamte Akt der Reichsteilung und sein Rücktritt soll in wenigen Tagen vonstattengegangen sein.

Darüber hinaus legte Lothar vor seinem Eintritt ins Kloster Prüm als seinem Begräbnisort fest. Diesem Wunsch kamen die Mönche der Prümer Abtei nach und errichteten ihm eine Grabstätte in der Klosterkirche selbst, in der Mitte des Mönchchors, sodass er weiterhin mitten unter den Mönchen blieb.

 

Quelle:

Lothar I. - Kaiser und Mönch in Prüm - Zum 1150. Jahr seines Todes - Veröffentlichung des Prümer Land Bd.55

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