Grabplatte von Abt Robert v. Virneburg in der Marienkapelle der Basilika

 

OBIIT ANNO D(OMI)NI 1513

OCTAVO DIE APRILI

ORATE DEV(M) PRO EO

HIC IACET RE[VEREN]DUS IN XPO

PATER ET ILLUSTRIS D(OMI)N(U)S

D(OMI)N(U)S ROPERTUS

EX COMITIBUS DE VIRNBURO

   

 

         

Er starb im Jahr des Herrn 1513

am achten Tage im April.

Betet zu Gott für ihn.

Hier ruht bei Christus der ehrwürdige

Vater [Abt] und angesehene Herr

Robertus von den Grafen von Virneburg

Abt Robert von Virneburg (1476 – 1513)

Der 42. Abt der Prümer Abtei, Robert von Virneburg, wurde gegen den Widerstand des Trierer Erzbischofs gewählt, nach heftigen  Auseinandersetzungen jedoch  durch Papst Sixtus  am 24.09.1477 als Abt bestätigt.

 

Robert von Virneburg bemühte sich, die Abtei durch Rückgewinn von verpfändeten  Gütern und Einkünften wieder zu alter wirtschaftlicher Stärke zu führen, und begann, die heruntergekommen Klostergebäude wieder herzustellen.

 

Er sammelte die Mönche, die nach Art von Kanonikern in Einzelwohnungen und Einzelhaushalten um das verfallene Klostergebäude herum wohnten,  wieder  zum gemeinsamen klösterlichen Leben nach der Regel des heiligen Benedikt.

 

Er ließ die Fundamente für die Abtsburg legen, die von seinen Nachfolgern fertig gestellt wurde.

Robert von Virneburg starb 1513 bei einem Besuch in Schleiden. Er wurde nach Prüm überführt, in einer feierlichen Prozession unter Teilnahme der Bevölkerung in die Klosterkirche geleitet und bestattet.

 

Seine Grabplatte befindet sich heute in der Marienkapelle der St. Salvator Basilika.

 

Quelle: Servatius Otler: Geschichte der Prümer Abtei, herausgegeben und übersetzt von Aloys Finken, Prüm 2008  S. 220 ff.

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