Kanzel der Kapelle

Aeterne mundo qua lux producta salutis luceret prima haec virgo fenestra fuit.

 

Diese Jungfrau war das erste Fenster, durch welches das entstandene Licht des ewigen Heils auf die Welt leuchten sollte.

 

 

Qui mundo tenebrae contracta(q)? frigora pellat sol hiemis rigidae nocte oritur media.

 

Die Sonne, die der Welt die Dunkelheit und die daraus entstandene Kälte vertreibt, geht mitten in der frostigen Winternacht auf.

 

 

Qui sordes hominum vivaci(b)? elvat undis hunc presente docet numine nosse pater.

 

Der Vater lehrt diesem, der den Geiz der Menschen durch kräftige Wellen auswäscht, durch gegenwärtige Gottesmacht die Erkenntnis.

 

 

Vita hominum rigida nuper(...) in morte latebat surgit ut ad vitam proferat ipse homines

 

Das Leben der Menschen, das sich noch neulich im starren Tod verbarg, erhebt sich, um die Menschen selbst zum Leben zu führen.

 

 

Die Kanzel der Prümer Basilika

 

Die Kanzel ist eines der bemerkenswertesten Stücke der Prümer Basilika. Der Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann fertigte die Kanzel in seiner Werkstatt in Trier. Auftraggeber dieser Kanzel  war der Kurfürst Johann VII. von Schönenberg (1581-1599), der nach Inkorporation der Abtei für diese verantwortlich war. Johann von Schöneberg selbst stammte von Burg Hartelstein bei Schwirzheim. Das Wappen Johanns ist gut sichtbar auf der dem Schiff zugewandten Seite der Kanzel zu erkennen.

 Auf den verschiedenen Seiten der Kanzel der päpstlichen Basilika zu Prüm wird das Leben von Jesus Christus bildlich und in kurzen Texten dargestellt.

Im ersten Text wird die Verkündigung Christi, im zweiten die Geburt Christi beschrieben.       

Der Text der dritten Seite beschreibt die Taufe Christi durch Johannes im Jordan und auf der vierten und letzten Seite ist die Auferstehung Christi dargestellt.

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© Leistungskurs Latein am Regino-Gymnasium Prüm 2016